Google Chrome: Er kam, sah und siegte?
ProXy | 7. September 2008
Spätestens seit Beginn des Internets tobt ein heftiger Browserkrieg unter den Herstellern der diversen Browser. Angefangen hatte dies mit dem Microsoft Internet Explorer gegen den Netscape Navigator, weitere Alternativen gab es damals nicht. Seit vielen Jahren muss sich der Internet Explorer nun gegen die drängende Konkurrenz behaupten, seit einiger Zeit versuchen unter anderem Opera und der Mozilla Firefox sich durchzusetzen. Auch wenn die Marktanteile des Internet Explorer sinken, bislang hat noch kein Browser es geschafft, ihn zu verdrängen. Dies änderte sich auch nicht, als Apple sich entschloss den Safari-Browser auf Windows zu portieren. Nun nimmt dies ein weiterer Konkurrent in Angriff: der Google Chrome. Ja, dieser ist, wie der Name verrät, wirklich vom Suchmaschinen-Riesen Google. Am vergangenen Dienstag verbreitete sich plötzlich die Nachricht, dass eine erste Beta-Version von Chrome zum Download bereitstehe, nur 24 Stunden später berichteten einige Webseiten von einem Marktanteil von bereit 5% und mehr. Sollte es nun einem Browser gelingen, sich gegen den Internet Explorer durchzusetzen?
Auch ich habe habe mir die Vorab-Version des Google Chrome genauer angesehen und war ziemlich erstaunt, wie ausgereift dieser Browser bereits wirkt. Im Vergleich zum bald erscheinenden Internet Explorer 8 läuft das Werk von Google wie eine Eins! Was sofort auffällt: Google Chrome benötigt auf dem Monitor nur sehr wenig Platz, weit weniger als die anderen Browser, ja auch weniger als Safari. Dafür muss man zwar auf einen Ladebalken verzichten, allerdings kann man am Symbol eines Tabs erkennen, ob eine Seite noch lädt oder nicht. Achja, Tabs gehören natürlich wie bei allen Browsern zum Standard, allerdings geht das ganze bei Chrome sogar so weit, dass sich die ganze Applikation beendet, sobald man das letzte Tab schliessen möchte. Ansonsten wirkt Chrome eher minimalistisch: Es gibt kaum Einstellungen, kaum Bedienelemente oder sonstige Features. Ja, noch nicht einmal Erweiterungen kann man sich dazu herunterladen. Warum sollte sich dann ein solcher Browser durchsetzen? Meiner Meinung nach, da er unglaublich schnell ist. Beim Seitenaufruf lässt er wirklich jedes Konkurrenzprodukt alt aussehen und auch die Darstellung der Seiten weiss zu gefallen -Hauptgrund hierfür ist wohl, dass der Google Chrome ebenso wie der Firefox auf der Webkit-Engine basiert.
Was mir persönlich weniger gefällt ist der Umgang mit Systemressourcen. Bei neueren System stellt dies mit Sicherheit kein Problem dar, trotzdem beansprucht Chrome doch ziemlich viel CPU-Rechenzeit und auch Arbeitsspeicher. Im Vergleich zu Opera hat das Produkt von Google hier das Nachsehen. Eventuell kann hier allerdings noch etwas nachgebessert werden. Für die finale Version des Browsers werden ausserdem noch einige weitere Features erwartet, auch das Nutzen von Erweiterungen soll dann möglich sein. Wer Google Chrome noch nicht ausprobiert hat und dies nachholen möchte, kann sich den Browser hier herunterladen!

