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Neue Suchmaschine mit echter Intelligenz

ProXy | 8. Oktober 2007

Das Vorgehen einer Suchmaschine dürfte wohl jedem, der etwas mehr in die Internet-Technologien interessiert ist, bekannt sein. Ein Bot einer Suchmaschine durchforstet unermüdlich das Internet, um möglichst möglichst alle Seiten aufzuspüren – anschliessend werden die Inhalte dieser Seiten in der Datenbank der Suchmaschine abgelegt. Sucht ein Anwender mit Hilfe einer Suchmaschine nach einem Suchbegriff, so wird im Speicher der Suchmaschine nach Seiten gesucht, die dieses Wort enthalten. Je weiter oben eine Website bei Suchmaschinen gefunden wird, desto mehr User besuchen diese auch – Grund genug für viele Betreiber einer Website, auch falsche Keywords auf Ihren Seiten anzuzeigen, um das Ranking zu verbessern.

Der Betreiber der deutschen Suchmaschine Yaggs geht nun einen anderen Weg: Ein kleines Redaktionsteam erarbeitet die Spam-freien und nach Themen sortierten Suchergebnislisten für die wichtigsten Suchbegriffe. Ausserdem beherrsche der Dienst laut Betreiber Thomas Frütel das Arbeiten mit Synonymen und Wortverwandschaften. Besteht für einen Suchbegriff keine vorgefertigte Ergebnisliste, so wird dem Anwender das Ergebnis von Google ausgegeben. Durch die redaktionelle Suche ist der Aufwand dieser Suchmaschine natürlich wesentlich höher als bei den bisherigen Suchmaschinen – aus diesem Grund existieren aktuell nur zu 35 Suchbegriffen vorgefertigte Ergebnislisten.

YAGGS

Ob diese neue, “fortschrittlichere” Suchmaschine sich wirklich durchsetzen wird, darf allerdings stark bezweifelt werden: Alleine durch den deutschen Wortschatz können wohl mehrere hunderttausene mehr oder weniger sinnvolle Suchkombinationen zustande kommen. Es dürften viele Jahre ins Land ziehen, bis die Redaktion alle diese Kombinationen behandelt hat, bis dato dürften die Ergebnislisten bereits wieder hoffnungslos veraltet sein. Zwar plant der Betreiber von Yaggs das Redakteurfrontend für die allgemeinheit freizugeben, vemutlich wird sich aber nur ein kleiner Bruchteil der Besucher die Mühe machen, Ergebnislisten anzufertigen.

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Intelligenz, Suchmaschine
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Schüler knackt millionenschweren Pornofilter

ProXy | 27. August 2007

PornofilterIn Australien ging letzte Woche ein regierungsamtlicher Pornofilter online. Die zum Download bereitgestellte Software soll es Eltern ermöglichen, ihre Kinder vor pornografischen Inhalten zu schützen. Während des Surfens sollen somit alle anstössigen Inhalte herausgefiltert werden. Die Software wurde im Rahmen des Projektes “National Filter Scheme“, welches ingesamt rund 60 Millionen Euro verschlungen hat, von IT-Spezialisten entwickelt. Eine stolze Summe für eine Software – doch wie es scheint ist die aktuelle Version noch nicht alltagstauglich und es bedarf noch einigen Nachbesserungen:

Der 16-jährige Schüler Tom Wood aus Melbourne knackte diesen Filter mit wenigen Mausklicks in weniger als 30 Minuten. Die Verantwortlichen legten sofort eine verbesserte Version nach, doch nach nur 40 weiteren Minuten hatte der Schüler auch diese ausgehebelt. Dabei bleibt die Menüleiste des Programms unverändert, so dass besorgte Eltern wohl davon ausgehen, dass alles zum Besten steht. Es werden in Kürze weitere Updates der Software folgen, ob diese dann etwas stabiler funktioniert, bleibt allerdings abzuwarten.

Senator Steve Fielding räumte ein, dass ein lokaler Filter immer umgangen werden kann – seiner Meinung nach müsste bereits der Internet Service Provider die unbeliebten Inhalte blockieren. Dies zu berücksichtigen habe die Regierung allerdings ignoriert.

Der Filter ist unter der Adresse http://www.netalert.gov.au zu zu finden, der Download ist allerdins für Benutzer in Australien beschränkt. Um sich einen Überblick über die millionenschwere Entwicklung zu verschaffen, reicht diese Seite aber auf alle Fälle aus!

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Australien, geknackt, Pornofilter
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Türkei sperrt Zugang zu wordpress.com

ProXy | 20. August 2007

StopWie ein Grossteil der Blogs im Internet, so nutzt auch dieser Blog die Open-Source Software “WordPress“. Laut heise.de ist der Zugang zur offizielle Website von WordPress in der Türkei komplett gesperrt worden. Grund dafür sei eine angebliche Beleidigung des islamistischen Kreationisten Adnan Oktar. Dieser setzte zusammen mit dessen Anwalt eine Sperrung der Seite vor einem Gericht in Istanbul durch, weil Oktar in mehreren Blogs öffentlich verleumdet wurde. Der Schriftsteller bezeichnete die wissenschaftliche Evolutionstheorie in seinen Büchern als Betrug, da er selber Verfechter der religiösen Schöpfungsgeschichte ist.

Die Sperrung von Websites mit politik- und kulturkritischen Inhalten wurde in der Türkei bereits desöfteren erwirkt – erst im März wurde der Zugang zu YouTube vom Dienstleistungsanbieter Türk Telekom blockiert. Auf YouTube wurde ein Video gepostet, in dem der Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk herabgewürdigt wurde. Nachdem das Video vom Betreiber der Website entfernt wurde, wurde die Sperre wieder aufgehoben. Im April stimmte ein Parlamentsausschuss für einen Gesetzesvorschlag, der vorsieht, den Zutritt zu Seiten auf denen Atatürk, der Gründer des modernen (?) türkischen Staates beleidigt wird, generell zu sperren.

Meiner Meinung nach ist diese Lösung weder effizient noch notwendig. Nur weil eine Seite aus der Türkei nicht mehr erreichbar ist, so ist diese dennoch existent und jeder andere kann dort diese Blog-Einträge lesen – das Schliessen der Augen lässt die Ursache nicht verschwinden. Ferner ist ein solches Verhalten in meinen Augen absolut überzogen, evtl. sollten sich einige Türken mal Gedanken darüber machen, ob ein solcher Aufwand gerechtfertigt ist – schliesslich waren auf all diesen Websites “nur” die Meinungen anderer vertreten. Scheinbar wird die Definition von Demokratie in der Türkei falsch verstanden..

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gesperrt, Türkei, WordPress
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Marktanteil von Windows Vista steigt

ProXy | 24. Juli 2007

Microsoft Windows Vista Wie auf heise.de berichtet wird, steigt der Martkanteil von Windows Vista stetig an, im Zeitraum von Mai bis Juni sei dieser von 3,74 auf 4,52 Prozent angestiegen. Gleichzeitig seien die Anteile von Windows XP und Windows 2000 rückläufig. Ermittelt wurden diese Werte von Marktforschern durch das Auslesen der im Browser übergebenenen Informationen zum Betriebssystem. Desweiteren stieg der Marktanteil von Linux im gleichen Zeitraum um magere 0,01 Prozent, während Mac OS X fast einen halben Prozentpunkt Verlust hinnehmen musste.

Soviel zu den nackten Zahlen…

Sehr fraglich erscheint mir zum einen das Ermitteln der Informationen für diese Statistiken. Eine Website verlässt sich blind auf die im Browser hinterlegten Daten zum Betriebssystem? Würde mich nicht wundern, wenn ein Grossteil der Browsern die Möglichkeit bieten, diese Informationen nicht zu übermitteln – lediglich beim Internet Explorer dürfte eine solche Funktion nicht zu finden sein. Vermutlich werden alle Seitenaufrufe ohne ausreichende Informationen zugunsten von Windows Vista ausgelegt.

Ich habe wirklich nichts gegen Windows Vista, es sieht elegant aus und ist zumindest in Teilen durchdachter als die Vorgängerversionen. Wen aber wundert es, dass die Markanteile dieses Betriebssystems steigen, wenn jeder neue Rechner mir einer vorinstallierten Version von Windows Vista ausgeliefert werden? Ich kann nur hoffen, dass die Anwender zumindest den Firefox anstelle des Internet Explorers verwenden..

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Marktanteil, Windows Vista
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