Das letzte Bit

Gedanken und Meinungen auf dem Weg zum Papierkorb
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3… 2… 1… verpennt?

ProXy | 2. November 2008
eBay Logo Wenn man den Werbespots von eBay Glauben schenken darf, dann ist es ein Leichtes das ein oder andere Schnäppchen im riesigen virtuellen Marktplatz zu ersteigern. Ich kaufe zwar nicht oft bei eBay, gerade im Bereich Hard- und Software gibt es dort aber nach wie vor sehr günstige Preise. Vor jedem Kauf vergleiche ich jedoch die Preise über einen längeren Zeitraum und mit anderen Websites, z.B. Amazon. So lässt sich recht schnell abschätzen, was ein guter Preis sein sollte..

Leider scheint es aber so, als habe ich ein defektes eBay-Gen, denn bei mir funktioniert es eigentlich nie wie gewünscht. Vor einiger Zeit entdeckte ich die von mir gesuchte Software zum “Sofort-Kaufen”-Peis von rund 40 Euro, im Vergleich zu den rund 60 Euro im Fachhandel also ein wirklich günstiges Angebot. Da ich sicher gehen wollte, nicht doch zuviel zu zahlen – eventuell gibt es ja wirklich mal eine dramatischen Preisänderung – verglich ich an diesem Tag nochmals mit Amazon. Da alle Angebote dort deutlich über diesem Angebot lagen, entschloss ich mich, nun doch zuzuschlagen. Also ganz schnell den “Sofort-Kaufen”-Buton gedrückt und… leider zu spät, der Artikel wurde bereits gekauft. Eigentlich ein ärgerliches Unterfangen, aber ein solches Angebot dürfte wohl desöfteren wieder einmal auftauchen!

Inzwischen sind zwei Wochen vergangen, zu den damaligen Konditionen gab es die Software bisher nicht mehr. Darum entschloss ich mich heute also, etwas mehr dafür zu bieten. Da die Menge an Angeboten nicht sehr umfangreich ist, bleiben die zu beobachtenden Artikel überschaubar. Ein Favorit ist leicht ausgemacht: eine Stunde vor Schluss ist das aktuelle Höchstgebot noch erstaunlich niedrig, Versandkosten trägt der Verkäufer und die Ware ist noch neu und eingeschweisst. Um die Zeit bis zum Angebotsende leichter überbrücken zu können, surft man nebenbei noch auf anderen Seiten, sieht sich eine Wiederholung von Barbara Salesch oder Alexander Hold an, oder macht eben das, wonach einem gerade ist. Souverän wird alle 5 Minuten das Angebot aktualisiert, man will ja schliesslich wissen, ob es sich noch lohnt, bis zum Ende zu warten. Plötzlich jedoch stösst man auf eine wirklich interessante Webseite, eine noch unbekannte Folge einer Richterserie oder einem sonstigen Highlight an diesem ansonsten doch so trüben Tag. Man lässt sich aber maximal 3 Minuten davon faszinieren, schliesslich sitzt das eBay-Angebot fest verankert im Hinterkopf – dieses Schnäppchen lässt man sich nicht entgehen! Also noch einmal kurz den Artikel neu geladen und… Auktion beendet. Mit grossen, erstaunten Augen lese ich mir kurz aber aufmerksam den Text noch einmal durch, bevor ich schliesslich verstehe: Ich habe wieder einmal das Angebotsende verschlafen – inzwischen zum dritten Mal. Und natürlich geht auch dieses Mal der Artikel wieder unglaublich günstig über die virtuelle Ladentheke, weitaus günstiger als bei den noch ausstehenden Angeboten.

eBay Zentrale

So langsam bin ich kurz vor dem Verzweifeln, da ich grundsätzlich immer die Zeit vergesse, während ich auf ein Angebotsende warte. Meistens liegt der Preis bei allen nachfolgenden Auktionen, bei denen ich dann wieder aktiv bin, wesentlich höher, solange bis ich wieder einmal die Zeit vergesse und mir ein Schnäppchen entgehen lasse. Da bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als mir in Zukunft den Wecker zu stellen oder aber nur noch via “Sofort-Kaufen” zuzuschlagen..

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eBay, Schnäppchen
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China klagt für Raubkopien von Microsoft Software

ProXy | 24. Oktober 2008

Microsoft Windows XP Falls sich jemand über das Wort “für” in der Überschrift wundert, so kann ich bestätigen, dass dieses beabsichtigt ist. Mit Hilfe des Programms Windows Genuine Advantage Notifications hatte Microsoft am vergangenen Dienstag zum Rundumschlag gegen raubkopierte Versionen von Windows XP und Office in China ausgeholt. Jeder Rechner, auf dem eine nicht lizensierte Version installiert war, zeigte daraufhin nur noch einen schwarzen Bildschirm. Dieser Zustand kann zwar wieder rückgängig gemacht werden, allerdings tritt dieser Bildschirm jede Stunde erneut auf. Zusätzlich wird ein Hinweis auf eine raubkopierte Version in der Taskleiste angezeigt. Erst nach 45 Tagen deutlicher Hinweise, beendet sich die Aktivität der Software wieder. Laut Aussage von Microsoft soll damit aber lediglich informiert und nicht die Arbeit am Computer gestört werden.

Microsoft Office China hat bei der Aktion von Microsoft allerdings das Lachen verloren: Angeblich sind auf 90% aller Rechner in China Windows XP bzw. Office installiert – nur die wenigsten davon allerdings legal. Ein chinesischer Anwalt hat daraufhin Klage gegen Microsoft eingereicht, da seiner Meinung nach ein unberechtigter Zugriff auf seinen Rechner stattgefunden hat. Weiterhin bezeichnete er den Software-Riesen aus Redmond als den “grössten Hacker”. Ferner kritisierte auch die China Software Industry Association (CSIA) das Vorgehen von Microsoft. In einer Umfrage stimmte ein Grossteil der Chinesen für einen Boykott von Microsoft Produkten, andere schlugen auch vor, dass China selber mehr Software entwickelt.

Inwischen meldete sich auch Microsoft zu dieser Aktion zu Wort, um einige Missverständisse zu klären. Durch die Software würden keine persönlichen Daten des Nutzers gesammelt werden, um deren Privatsphäre nicht zu gefähren.

Mir ist bislang allerdings noch immer nicht klar, wieso Microsoft erst so spät und in meinen Augen zu harmlos eingreift. Es wäre doch ein Leichtes gewesen, Raubkopien schon vor Jahren stärker einzudämmen und somit mehr lizensierte Software zu verkaufen. Auch die Tatsache, dass Microsoft den Anwender mit raubkopierter Software weiterarbeiten lässt, ist in meinen Augen ein viel zu mildes Vorgehen. Wenn es sich um von mir entwickelte Software handeln würde, wäre es mir eine Freude, diese überall dort zu zerstören, wo nicht dafür bezahlt wurde..

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China, Microsoft, Raubkopie
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404 und die Ignoranz von Suchmaschinen

ProXy | 19. Oktober 2008

Page not found Suchmaschinen sind ja wirklich sehr praktisch und helfen vielen Webmastern dabei, die Besucherzahlen zu erhöhen. Ärgerlich wird es aber, wenn diese einmal indexierte Seiten nicht mehr vergessen wollen, selbst wenn diese schon seit längerer Zeit nicht mehr existieren. Um möglichst schnell zu erfahren, welche Seiten ein Anwender versucht aufzurufen, habe ich mittels htaccess eine Umleitung auf ein PHP-Script eingerichtet, welche dann greift, wenn ein Dokument nicht gefunden wird.
Wichtig ist hierbei, dass das PHP-Script im Header den Status 404 mitschickt, ansonsten weiss keine Suchmaschine, dass die “Fehlerseite” kein gewolltes Dokument darstellt. Eigentlich sollte damit die Arbeit eines Webmastes erledigt sein. Bequemerweise lasse ich mir bei einem ungültigen Aufruf auf meiner Domain gleich noch eine E-Mail mittels PHP zustellen, die mir einige Informationen zum Besucher mitteilt: Woher kommt der Besucher, was wollte er aufrufen, wann geschah der ungültige Aufruf, etc.

Schön wäre es nun aber, wenn Google und Co. nicht weiterhin versuchen würden, gelöschte Dokumente aufzurufen. Da man indexierte Seiten über kein Webinterface entfernen kann, gibt es für genervte Webmaster nur die Möglichkeit, mit entsprechenden HTTP-Fehlerstatus zu reagieren.

Zumindest über Google und MSN kann ich berichten, dass diesen Suchmaschinen ein 404er-Status komplett egal zu sein scheint, seit Monaten kommen beide regelmässig wieder und versuchen Dokumente aufzurufen, die schon seit Jahren (!!!) nicht mehr existent sind. Da bleibt mir wohl nichts anderes übrig als damit zu leben und diese Mails weiterhin händisch auszusortieren.

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404, htaccess, Suchmaschine
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Spam-frei auch ohne Captchas

ProXy | 15. Oktober 2008

Seit vielen Monaten treibt ein Spam-Bot sein Unwesen auf diesem Blog. Dabei hinterlässt er jede Menge Links zu Seiten, deren URL mich schon davon abhält, diese aufzurufen. Da dieser Bot seitdem mehrmals täglich aufkreuzt, war ich gezwungen, Kommentare nur moderiert zuzulassen. Durch das WordPress-Plugin Akismet, welches seit kurzem automatisch bei WordPress enthalten ist, ist zwar das Überprüfen der geschriebenen Kommentare sehr viel einfacher, allerdings behebt es das Problem nicht an der Wurzel.

SPAM

Also habe ich mich heute im Plugin-Archiv von WordPress nach einer guten Möglichkeit, Spam zu unterbinden, umgesehen. Plugins, die dies gewährleisten (sollen) gibt es mehr als genügend, viele davon arbeiten allerdings mit JavaScript, Cookies, Sessions oder anderen Methoden, die mir nicht sehr zuverlässig erscheinen. Auch bin ich kein grosser Fan von Captchas (siehe dazu meinen Beitrag zum Captcha-System von RapidShare), dadurch bleibt einem keine grosse Auswahl mehr an geeigneten Plugins. Bis ich auf Yawasp (Yet Another WordPress Anti Spam Plugin) von Sven Kubiak gestossen bin! Anstatt vom Besucher irgendwelche Buchstaben oder Wörter zur Authentifizierung zu verlangen, versucht es vielmehr, nur den Spam-Bots ein Bein zu stellen. Die meisten Bots erzeugen Kommentare, indem sie die Daten, die für einen Kommentar notwendig sind, direkt an das dahinterliegende PHP-Script senden. Die Eingabefelder haben einen festen Namen, sobald man diesen und die Ziel-URL kennt, kann man sehr einfach einen Spam-Bot bauen. Was aber, wenn man nicht weiss, wie die Eingabefelder heissen? Yawasp vergibt zufällige Namen für die Eingabefelder und validiert diese, sobald Daten übergeben werden. Nur wenn die richtigen Felder übergeben werden, wird ein Kommentar auch übernommen. Nun gibt es auch intelligentere Spam-Bots, die einfach alle Felder auslesen, mit Daten befüllen und an das Kommentar-Script schicken. Um auch diese loszuwerden, erzeugt Yawasp ein zusätzliches, nicht sichtbares Feld, welches nicht ausgefüllt werden darf. Da der Spam-Bot nicht weiss, welche Felder auszufüllen sind und welche nicht, düfte es für ihn ein grosses Problem werden, auch weiterhin Spam-Kommentare erzeugen zu lassen.

In meinen Augen eine nahezu perfekte Lösung für ein wirklich nerviges Problem. Dieses Mal muss sich nicht der Anwender die Finger verbiegen, um einen Kommentar abgeben zu können. Vielen Dank, Sven Kubiak, für dieses grandiose Plugin!

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Bots, Captcha, Spam
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DHL – Dauert Halt Länger

ProXy | 11. Oktober 2008

DHL Nahezu jeder, der schon einmal ein Paket in Empfang genommen hat – und dies dürften doch recht viele sein – kennt mit grosser Wahrscheinlichkeit den Dienstleister DHL. Wie auch bei der deutschen Post ist nahezu alles bei der DHL in ein kräftiges Gelb gefärbt – kein Wunder, schliesslich ist die DHL ein Teil der deutschen Post. Wer ein Paket verschickt oder (hoffentlich) empfängt, wünscht sich natürlich, dass dies schnell, sicher und auch möglichst günstig von statten geht. Bislang hatte ich das Glück, von grösseren Ärgernissen verschont geblieben zu sein – noch jedes Paket kam bei mir an, meistens in sehr gutem Zustand und auch zeitlich vertretbar. Bei meinem letzten Einkauf bei eBay hatte ich deswegen auch keine grossen Bedenken, dass irgendwelche Probleme auftreten könnten, doch es kam anders..

Da ich möglichst schnell die gekaufte Ware in Händen halten wollte, entschied ich mich mit PayPal zu bezahlen, damit das Paket schnellstmöglich auf die Reise gehen konnte. Am Freitag abend bezahlt, verliess es schliesslich am Sonntag seinen bisherigen Besitzer – dies stand zumindest in einer Mail, die ich vom Absender erhalten hatte. Als schliesslich vier Tage später, am Donnerstag, noch kein Paket eingetroffen war, erkundigte ich mich nach der Paketnummer, damit ich den Status der Sendung über die DHL-Webseite selber abfragen konnte. Über die Webseite erfuhr ich, dass das Paket bereits am Montag an mich zugestellt werden sollte. Ich entschied mich also, einmal telefonisch bei DHL nachzuhaken. Zugegeben, die Dame an der Hotline war ausgesprochen nett, das was sie zu sagen hatte leider weniger: “Ja, das Paket scheint wohl verloren gegangen zu sein..”. Sonderlich überrascht schien sie dabei allerdings nicht, ich gehe also mal davon aus, dass dies doch desöfteren vorkommt. Die einzige Möglichkeit, die sie mir nannte war das Einleiten eines Nachforschungsauftrages, diesen kann jedoch nur der Absender, nicht aber der Empfänger stellen. Erst wenn ein solcher Auftrag vorliegt macht sich die DHL die Mühe und prüft nach, ob das Paket nicht eventuell doch noch irgendwo herumliegt. Höchstwahrscheinlich würde der Empfänger nicht einmal etwas von einer abhanden gekommenen Lieferung erfahren, wenn dieser nicht über das Paket vom Absender informiert wurde.

Die Chancen, dass ein verschollenes Paket wieder auftaucht sind übrigens ziemlich gering. Da ein Nachforschungsauftrag frühestens sechs Tage nach einer Sendungseinlieferung gestellt werden kann und ein Ergebnis bis zu 14 Tage nach Eingang des Auftrages dauern kann, vergeht zudem jede Menge Zeit, in der man als Empfänger überhaupt nichts tun kann. Ich gehe davon aus, dass ich das ursprünlich an mich versandte Paket niemals erhalten werde..

Ich frage mich allerdings wirklich, wie es vorkommen kann, dass bei einem Dienstleister, der genau damit sein Geld verdient, ein Verlust von dem ein oder anderen Paket als ganz normal angesehen wird und der Verlust noch nicht einmal auffällt. Ein Paket wird doch an allen möglichen Stellen gescannt, wenn es also mehrere Tage nach dem letzten Scan noch immer nicht ausgeliefert wude, dann kann man doch davon ausgehen, dass da etwas nicht stimmt Da der Absender zu diesem Zeitpunkt aber bereits bezahlt hat, wird da die Motivation der DHL wohl zu wünschen übrig lassen!

Update (25.10.2008): Nach knapp vier Wochen, traf das Paket heute vormittag schliesslich bei mir ein. Es hatte einige Beschädigungen an der Verpackung und der DHL-Aufkleber wurde notdürftig mit Klebeband und einem neuen Aufkleber überdeckt. Der Inhalt war immerhin noch unbeschadet, das ist das Wichtigste..

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DHL, Paket
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