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Schaltjahr friert Microsoft’s Zune ein

ProXy | 1. Januar 2009

Der iPod-Konkurrent Zune von Microsoft scheint einige Probleme mit Schaltjahren zu haben. Betroffen davon sind Zunes der ersten Generation mit einer 30GB Festplatte – dieses Modell wurde im November 2006 vorgestellt und insgesamt 1,2 Mio. mal verkauft. Viele Besitzer eines solchen Players berichteten, dass sich das Gerät am Mittwoch, den 31.12.2008, automatisch neu startete und anschliessend nach dem Ladevorgang einfror. Grund hierfür ist laut Microsoft ein Bug im Treiber der internen Uhr. Dieser habe Probleme mit Schaltjahren, so wie es das Jahr 2008 eines war.

Microsoft Zune

Microsoft teilte inzwischen auch mit, dass sich diese Probleme beim Erreichen des Jahres 2009 automatisch beheben sollten. Damit das Gerät allerdings wieder korrekt gestartet werden kann, müsse zunächst gewartet werden, bis der Akku sich vollständig entladen habe. Im Anschluss daran sei es notwendig, den Zune erneut zu synchronisieren, um Lizenzen für Musik, welche über ‘Zune Pass’ heruntergeladen wurde, zu erneuern.

Einen Bugfix stellte Microsoft nicht bereit, da sich die Probleme ja von selbst lösen sollten. Allerdings kündigte Microsoft ein Firmware-Update an, das die Probleme, welche dann wieder im Jahre 2012 auftreten könnten, beheben soll.

Auch wenn alle anderen Modelle des Zune-Players den Übergang ins Jahr 2009 erfolgreich überstanden haben, dürfte sich Apple über ein solches Missgeschick seitens Microsoft freuen. Und auch ich möchte mich bei Microsoft bedanken, denn dadurch ergibt sich für mich hier die Möglichkeit, allen Lesern des Blogs ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2009 wünschen!

Update (04.01.2008): Anscheinend stammt oben beschriebener Bug nicht direkt von Microsoft, sondern vom Hersteller der im Player verbauten Hardware. Da der im Zune verbaute Freescale-Prozessor MC13783 auch in anderen Playern verbaut wurde – unter anderem in den Geräten Gigabeat S30 und S60 von Toshiba – sind auch weitere Geräte von dem Fehler betroffen.

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Bug, Microsoft, Schaltjahr, Zune
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China klagt für Raubkopien von Microsoft Software

ProXy | 24. Oktober 2008

Microsoft Windows XP Falls sich jemand über das Wort “für” in der Überschrift wundert, so kann ich bestätigen, dass dieses beabsichtigt ist. Mit Hilfe des Programms Windows Genuine Advantage Notifications hatte Microsoft am vergangenen Dienstag zum Rundumschlag gegen raubkopierte Versionen von Windows XP und Office in China ausgeholt. Jeder Rechner, auf dem eine nicht lizensierte Version installiert war, zeigte daraufhin nur noch einen schwarzen Bildschirm. Dieser Zustand kann zwar wieder rückgängig gemacht werden, allerdings tritt dieser Bildschirm jede Stunde erneut auf. Zusätzlich wird ein Hinweis auf eine raubkopierte Version in der Taskleiste angezeigt. Erst nach 45 Tagen deutlicher Hinweise, beendet sich die Aktivität der Software wieder. Laut Aussage von Microsoft soll damit aber lediglich informiert und nicht die Arbeit am Computer gestört werden.

Microsoft Office China hat bei der Aktion von Microsoft allerdings das Lachen verloren: Angeblich sind auf 90% aller Rechner in China Windows XP bzw. Office installiert – nur die wenigsten davon allerdings legal. Ein chinesischer Anwalt hat daraufhin Klage gegen Microsoft eingereicht, da seiner Meinung nach ein unberechtigter Zugriff auf seinen Rechner stattgefunden hat. Weiterhin bezeichnete er den Software-Riesen aus Redmond als den “grössten Hacker”. Ferner kritisierte auch die China Software Industry Association (CSIA) das Vorgehen von Microsoft. In einer Umfrage stimmte ein Grossteil der Chinesen für einen Boykott von Microsoft Produkten, andere schlugen auch vor, dass China selber mehr Software entwickelt.

Inwischen meldete sich auch Microsoft zu dieser Aktion zu Wort, um einige Missverständisse zu klären. Durch die Software würden keine persönlichen Daten des Nutzers gesammelt werden, um deren Privatsphäre nicht zu gefähren.

Mir ist bislang allerdings noch immer nicht klar, wieso Microsoft erst so spät und in meinen Augen zu harmlos eingreift. Es wäre doch ein Leichtes gewesen, Raubkopien schon vor Jahren stärker einzudämmen und somit mehr lizensierte Software zu verkaufen. Auch die Tatsache, dass Microsoft den Anwender mit raubkopierter Software weiterarbeiten lässt, ist in meinen Augen ein viel zu mildes Vorgehen. Wenn es sich um von mir entwickelte Software handeln würde, wäre es mir eine Freude, diese überall dort zu zerstören, wo nicht dafür bezahlt wurde..

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China, Microsoft, Raubkopie
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